Wer kennt sie nicht? Kuriose oder irgendwie komisch klingende Ortsnamen; Namen, die sofort die ein oder andere Assoziation hervorrufen; Namen, bei denen man denkt: »Das hört sich doch an wie …«

Mit ein klein wenig Übertreibung könnte ich sagen: Ich kenne sie alle. Und mit noch ein klein wenig mehr Übertreibung könnte ich sagen: Ich bin sogar dagewesen. Aber ganz ohne Übertreibung kann ich sagen: Ich schreibe ein Buch darüber.

 

Ein Ortsnamenwörterbuch.

Und falls Du einer der vielen wunderbaren Menschen bist, die ich in den vergangenen Wochen und Monaten mal beim Einkaufen oder auf der Straße oder sonst irgendwo aus heiterem Himmel angesprochen und gefragt habe, ob sie wissen, was ein »Labenz« ist und denen ich meine Definitionen von »Helsinki«, »Wiesbaden« und »Ballrechten-Dottingen« vorgetragen habe: Schön dass Du da bist! Ich hoffe, ich habe Dir nicht zu viel versprochen. Viel Vergnügen!

Und erzähle es bitte weiter!

Unsere Welt ist voller kurioser bzw. irgendwie komisch klingender Ortsnamen. Namen, die sofort die ein oder andere Assoziation hervorrufen.

Namen wie …

Klixbüll, Deezbüll, Poppenbüll. Ballrechten-Dottingen. Grenzach-Wyhlen. Castrop‑Rauxel. Radevormwald. Hochfinstermünz. Upflamör. Waldbröl. Antananarivo. Malmö. Myrkky. Nishnij‑Novgorod. Ouagadougou. Wladiwostok …

Und über genau solche Ortsnamen schreibe ich ein Buch. Ein Wörterbuch. Ein Nachschlagewerk: Ich mache mir den großen und äußerst kreativen Spaß, mir einfallen zu lassen, was Helsinki oder Au in der Hallertau oder Golzwarderwurp (ja, einen Ort dieses Namens gibt es wirklich) bedeuten könnten – oder noch besser: Was sie bedeuten sollten! Es geht also nicht um Etymologie, sondern um Erfindungsreichtum, darum, mit Assoziationen zu spielen und auch der einen oder anderen Albernheit Raum zu lassen. Oder ganz einfach: um das lustvolle Spielen mit Sprache, Wörtern und Bedeutungen.

Mit anderen Worten: Mir geht es nicht um die Vergangenheit, sondern um die Zukunft unserer Sprache. Denn mir ist aufgefallen: In unserem Leben gibt es unzählige Situationen, Gefühle, Stimmungen, Verhaltensweisen, Sachverhalte, Phänomene, Verschrobenheiten etc., die wir alle aus unserem Alltag kennen, für die wir aber keine Worte oder Begriffe haben – und die wir daher oft recht umständlich umschreiben müssen.

Ein kleines Beispiel: Obwohl wir alle es aus unserem Alltag kennen, haben wir keine Adjektive, um zu beschreiben, dass etwas in Wirklichkeit heißer oder kälter ist, als es den Anschein hat. Und wie man sieht, braucht man recht viele Worte, um dieses doch allseits bekannte Phänomen zu beschreiben! Warum nennen wir das eine nicht einfach birr und das andere brühl? Lass beide Wörter kurz auf Dich wirken: Schon ohne dass man eine Erklärung bräuchte, kann man intuitiv erahnen, was wohl das eine und was das andere bedeutet:

Birr (Adj.):
sich wesentlich kälter anfühlen, als es laut Thermometer sein müsste.

Brühl (Adj.):
tückischerweise nicht mehr dampfend, aber immer noch so heiß, dass man sich die Zunge daran verbrennt; heißer, als man es eingeschätzt hatte.

Und es gibt weltweit Hunderte, nein, Tausende der wunderbarsten Orts- und Städtenamen, die so sprechend sind, dass sich mit ihnen all diese noch nicht benannten Phänomene begrifflich fassen lassen.

Ich höre oder lese also Bleialf oder Crimmitschau oder Würgassen … und in mir beginnt es zu arbeiten: Wofür könnte das wohl eine geeignete Bezeichnung sein? Oder auch umgekehrt: Ich bemerke eine typische Verhaltensweise, verspüre ein uns allen vertrautes, aber kaum beachtetes Gefühl, oder sehe ein Ding, das wir alle kennen, für das wir aber keinen Namen haben … und überlege: Wie könnte das wohl heißen? Mit welchem Orts- oder Städtenamen könnte dieses Phänomen treffend bezeichnet werden?

Wie zum Beispiel könnte man die Tür-auf- / Tür-zu-Knöpfe in Aufzügen nennen, für die es keine richtigen Bezeichnungen gibt? Oder wie nennt man die hochvirtuose Kunst, eine dringendst zu erledigende Aufgabe bis zum allerspätestmöglichen Zeitpunkt aufzuschieben, zu dem man sie gerade noch termingerecht erledigen kann? Wie könnte man jemanden nennen, der an der Supermarktkasse die Benutzung des Warentrennstabs verweigert? Und wie nennt man den Zustand, wenn man sich als junger Mensch vom vielen Chillen erholen muss?

Einen Eindruck davon, was Dich in diesem Buch erwartet, bekommst Du, wenn Du Dir die ⇒Beispiele anschaust.

Wenn es Dich interessiert, wie ich auf diese Idee gekommen bin, wie das alles entstanden ist, wie es allmählich gewachsen ist und langsam Form angenommen hat – einschließlich der zahlreichen, äußerst merkwürdigen und oft wundersamen Zufälle und Koinzidenzen, die mir im Laufe der mittlerweile 25 Jahre, die ich an diesem Buch schreibe, widerfahren sind: Wirf einen Blick auf die ⇒Entstehung.

Wenn Du ein bisschen was über mich wissen willst, gehe auf die ⇒Über mich-Seite.

Wenn Du ein bisschen was über Dich wissen willst, gehe auf die ⇒Über Dich-Seite.

Was ein Naamijoki überhaupt ist, warum ich das alles mache und was es außer dem Buch noch alles geben soll, erfährst Du auf ⇒Projekt.

Der Stand der Dinge

Momentan (Stand 27.10.2020) habe ich 1.321 druckreife Ortsnamendefinitionen. Dazu kommen geschätzte 2.000 Orte mit angefangenen oder halbfertigen Definitionen oder einfach auch Beschreibungen, mit denen ich noch nicht ganz zufrieden bin oder bei denen ich spüre: Die sind noch nicht fertig, da fehlt noch was, das ist noch nicht wirklich witzig oder das geht noch besser. Oder zu denen ich noch ein Beispiel bringen möchte.

Und umgekehrt habe ich mir unzählige (ca. 700) Sachen oder Phänomene notiert, für die ich noch keinen passenden Ortsnamen gefunden habe, der die Sache treffend und sprachlich einleuchtend auf den Punkt bringt.

Was wird es sonst noch in diesem Buch geben?

Landkarten: Zumindest im gedruckten Buch wirst Du jeden genannten Ort auch auf einer Karte verzeichnet finden. Damit Du nachschauen kannst, wo Abborsjöknoppen, Ballyhaunis oder Fiumefreddo Bruzio liegen.

Ein Register: Wie in jedem veritablen Wörterbuch wird es ein Register geben. So kannst Du thematisch oder anhand von Stichworten nachschauen, ob es zum Beispiel zu den Bereichen Verlorene oder verlegte Dinge, Verhaltensforschung oder Ängste und Müte (der Plural von Mut, siehe PROZUKOMDEDEUS auf der Seite Und sonst so?) Einträge gibt. In der Regel verweisen alle Einträge, die einen Bezug zueinander haben, per Querverweis aufeinander.

Hier auf der Website soll es anstelle des Registers eine Liste aller Orte, die im Buch vorkommen und vielleicht auch eine Liste aller Orte, zu denen ich mir noch etwas einfallen lassen will (bzw. die noch in Bearbeitung sind) geben.

Wann soll das Buch erscheinen? Und in welcher Form?

Voraussichtliches Erscheinungsdatum: Frühjahr 2021.

Weil es ein Buch zum Schmökern ist und auch ein ideales Geschenk – für alle, die gern lachen, und insbesondere für Menschen, die Spaß an Wortwitz und am Spielen mit Sprache haben – wird es in gedruckter Form als hochwertiges Hardcover (schön gestaltet, in langlebiger Fadenheftung, mit Lesebändchen etc.) erscheinen. Wegen der zahlreichen Querverweise und der Möglichkeit, multimediale Inhalte einzubinden, möchte ich es auch unbedingt als E-Book herausbringen. Da das besondere technische Anforderungen mit sich bringt und vermutlich wegen der Vielzahl der einzubindenden Inhalte (Fotos, Videos etc.) auch rechtlich eine ganze Menge abzuklären sein wird, könnte es sein, dass die digitale Version nicht zeitgleich erscheinen wird.

Wenn Du an einer Leseprobe interessiert bist (und mir vielleicht sogar Feedback geben willst): Mitte/Ende September erstelle ich ein 16-seitiges PDF, das Du Dir per Link auf der entsprechenden Unterseite herunterladen kannst (mit 67 Einträgen samt einer kurzen Einleitung). (Bis es soweit ist: Schreib mir einfach eine Mail an mika@naamijoki.de, dann merke ich mir Deinen Wunsch vor.)

Außerdem liegt mir eines noch sehr am Herzen: Ich bin ein recht altruistischer und ein Yoga-Mensch (vor allem Jñana-Yoga und Karma-Yoga) und daher der Überzeugung, dass es einem selbst nicht gut geht, wenn es anderen Menschen und insbesondere wenn es unserem Heimatplaneten Mutter Erde nicht gut geht.

Daher wird von jedem verkauften Buch ein Euro an ein Regenwald-Projekt gespendet. Ich sage bewusst nicht „ich spende“, sondern Du spendest bzw. wir alle spenden dieses Geld. Wenn es soweit ist, werde ich hierfür eine eigene Unterseite einrichten.

Und wenn es Dich interessiert, was ich sonst noch so tue, plane, vorhabe oder denke, außer mir mögliche Bedeutungen zu Orts- und Städtenamen auszudenken – das findest Du auf ⇒Und sonst so?

Stimmen zu Naamijoki (Testimonials)

Hier noch ein paar Reaktionen von Menschen, denen ich mal ein paar Auszüge geschickt habe:

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Michaela G.

Ich finde die Idee genial. Darauf muss man erstmal kommen. Genau mein Humor. Hast mir jetzt schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich würde dein Buch kaufen. Und Glückwunsch zu solch einer Phantasieexplosion.

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Michael H.

Deine Erklärungen sind kreativ-lustig, insbesondere finde ich Dellweg und Gymnich super.

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Birgit L.

Ich finde die Idee sehr spannend und lustig und die Assoziationen sehr beeindruckend; bei den Beispielen fühlt man gleich, dass das so passt!
Ich würde bestimmt so ein Buch kaufen, wüsste auch mindestens zwei sprachinteressierte Freundinnen, denen ich es schenken könnte.

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Heidrun B.

Ihre Ortsnamengedanken finde ich äußerst lustig und knobelig um die Ecke gedacht..